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Neiliansheng - Markenschuhe mit 150jähriger Geschichte

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Wer ein wenig Ahnung von der Geschichte des alten Beijings hat, wird wissen, dass "Neiliansheng" eine bekannte Marke für handgemachte Stoffschuhe ist. Schuhe von "Neiliansheng" zu tragen, war im alten Beijing ein Zeichen für sozialen Status und Wohlstand.

Gegründet wurde das alte Schuhgeschäft im dritten Regierungsjahr des Qing-Kaisers Xianfeng, im Jahr 1853. Der spätere Gründer Zhao Ting war zunächst als 14-jähriger bei einem Schuhgeschäft in Beijing in die Lehre gegangen. Dank seiner Intelligenz und seines Fleißes hatte er nach drei Jahren seine Lehrzeit erfolgreich beendet und viele nützliche Erfahrungen gesammelt. Er hatte auch gelernt, wie man ein Geschäft führt. Ein General, der Stammkunde von Zhao Tings Lehr-Schuhgeschäftes war, schätzte den jungen Handwerker wegen seiner herausragenden Arbeitstechnik und wegen seines Benehmens sehr. Deshalb stellte er ihm großzügige Geldmittel für die Eröffnung eines eigenen Schuhgeschäftes zur Verfügung. So gründete Zhao Ting im Jahr 1853 in Beijing sein eigenes Schuhgeschäft und nannte es "Neiliansheng".

Zhang Aijun, stellvertretende Geschäftsführerin des heutigen Schuhgeschäfts "Neiliansheng", erläuterte uns die symbolische Bedeutung dieses Geschäftsnamens:

"'Nei' ist die Bezeichnung für den Kaiserhof, und 'Liansheng' bedeutet 'kontinuierliche Beförderung in immer höhere berufliche Positionen'. Damit wollte Zhao Ting seinen Kunden für deren Beamtenlaufbahn viel Glück und Erfolg wünschen. 'Neiliansheng' stellte zur damaligen Zeit hauptsächlich Schuhe für Beamte her."

Der positive und Glückbringende Name des Geschäftes sowie die ausgezeichnete Handwerkstechnik von Zhao Ting haben das Schuhgeschäft "Neiliansheng" schon bald nach der Eröffnung sehr erfolgreich gemacht.

Produkte aus dem Hause "Neiliansheng" waren von Anfang an von ausgezeichneter Qualität, darauf achtete der junge Inhaber sehr genau. Die Sohle der damaligen Beamtenschuhe hatte 32 einzelne Schichten. Die Schuhe waren dick, aber leicht und bequem zu tragen. Das Obermaterial der Schuhe bestand aus festem, schwarzem Satin, der wunderschön leuchtete. Da die Sohle aus Stoff war, machte sie beim Gehen keine Geräusche. Dies war bei einer kaiserlichen Audienz besonders wichtig! Deshalb waren die hochqualitativen Stoffschuhe von "Neiliansheng" bei zahlreichen kaiserlichen Beamten äußerst beliebt.

Zhao Ting starb im Alter von 73 Jahren. Sein Sohn Zhao Yunshu übernahm das Geschäft und verlegte es in das Geschäftsviertel Qianmen, seinem heutigen Sitz. Die Monarchie war mittlerweile abgeschafft worden, und daher hatte "Neiliansheng" auch neue Kundschaft. Kunden aus der mittleren und höheren Gesellschaftsschicht, wie beispielsweise Beamte, nahmhafte Persönlichkeiten, Intellektuelle und Künstler, bildeten die wichtigste Zielgruppe von "Neiliansheng". Die Kunden fanden neben den traditionell hergestellten "Stoffschuhen mit Sohlen aus tausend Schichten" auch neue, moderne Produkte, die sich am aktuellen Modetrend orientierten. Besonders beliebt bei Künstlern und Intellektuellen waren Schuhe mit einer Ledersohle und einem Wolloberstoff, da sie besonders leicht, luftig und elastisch waren.

Bis heute werden zur Herstellung der Stoffschuhe von "Neiliansheng" ausschließlich natürliche Materialien verwendet. Neben Baumwollgarn kommt Hanfgarn zum Einsatz, die Sohlen werden nur mit Mehlkleister geklebt. Das macht die Schuhe so besonders leicht, bequem und luftig. Zudem sind sie schweißbindend und fördern so die Gesundheit. Fußkranke schätzen sie wegen ihrer schmerzlindernden und sogar heilenden Wirkung.

Schuhmachermeister, Zhao Dacheng näht hauptsächlich Sohlenseitenteile. Er erzählt uns, dass der Ausdruck "Sohle aus tausend Schichten" eine kleine Übertreibung sei. Die Sohlen bestünden aus mehr als 30 Schichten, aber das sei für eine Schuhsohle schon recht beachtlich.

Die Herstellung der Stoffschuhe von "Neiliansheng" erfordert 35 bis 36 wichtige Arbeitsschritte. Zhao Dacheng nannte uns die drei wichtigsten:

"Zuerst muss man die einzelnen Stoffsohlen mit engen Stichen fest zusammennähen, dabei sollen auf einer Fläche von drei Quadratzentimetern 81 bis 100 Stiche ordentlich verteilt werden. Jeder Stich soll höchstens zwei Millimeter lang sein."

Dann muss man das Seitenteil und die Oberseite des Schuhes herstellen und danach beide mit der Sohle vernähen. Nachdem die Schuhe so zusammengefügt wurden, müssen die Sohlen noch gehämmert werden, damit die Stiche richtig fest verankert werden. Dabei kommt ein drei bis vier Kilo schwerer Hammer zum Einsatz. Zhao Dacheng sagt, dieser traditionelle Arbeitsgang werde bis heute ausgeführt.

Das jahrhundertealte Schuh-Unternehmen hat sich bis heute gehalten und beschäftigt mittlerweile 130 Festarbeiter und -angestellte. Und das Geschäft will weiter expandieren. Die hohe Qualität der Produkte soll noch gesteigert werden und auch die Produktpalette soll breiter werden.

Angesichts der Angebotsvielfalt von Schuhen unterschiedlichster Materialien und Einsatzbereiche auf dem Markt ist die stellvertretende Geschäftsführerin Zhang Aijun vom Erfolg ihres Unternehmens überzeugt:

"Die Stoffschuhe von Neiliansheng sind ein traditionelles chinesisches Kunsthandwerk. Sowohl aufgrund ihrer Machart als auch wegen ihrer ausgezeichneten Qualität sind sie einzigartig und deshalb nicht vom Markt zu verdrängen."

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